Dobrindt in Ganderkesee

Die konservative Revolution im Ausschuss für den Schutz der Landwirtschaft in Ganderkesee.

Eine Glosse

Dobrindt fordert die „konservative Revolution“. Wie sagt er: „Auf die linke Revolution der Eliten folgt eine konservative Revolution der Bürger.“ Was Dobrindt fordert, in Ganderkesee findet es schon statt. Wer es nicht glaubt, muss sich nur die Ergebnisse der Sitzung des Ausschusses für Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz am 24.1. in Ganderkesee anschauen. Es ging um Insektensterben (TOP 11)und Baumschutz (TOP 8). Hat natürlich nichts miteinander zu tun. Ebenso wie Glyphosat nichts mit Insekten zu tun hat. Es ist ja ein Unkrautvernichter und Unkraut hat nichts mit Insekten zu tun. Eigentlich hat nichts mit nichts zu tun. Und jedem Bürger muss frei gestellt sein, was er mit seinem Eigentum macht. Die Grünen und andere von ihnen infizierte Gutmenschen – vorrangig in der SPD zu suchen – wollen uns alle nur mit einem Bündel von Vorschriften entmündigen.

Weizenfeld in Thüringen – makellos

Wie schön ist doch so ein Weizenfeld. Da stören keine Kornblume und kein Mohn das beruhigende Bild, welches uns gutes Brot verspricht. Da ist auch am Wegesrand kein böses Unkraut mehr zu sehen, was uns unverbesserliche Umweltromantiker als „Ackerbegleitgrün“ andrehen wollen. Abgesehen davon braucht Weizen auch keine Insekten oder gar Bienen, um fruchtbar zu sein. Schließlich reifen die Körner durch Windbestäubung. Leider können wir in Ganderkesee nichts gegen diese Umweltfantasten unternehmen. Da müssen wir uns schon auf Herr  Schmidt, den Parteifreund des Herrn Dobrindt verlassen. Der hat jedenfalls in Brüssel für die Verlängerung der Anwendung von Glyphosat gestimmt.

Aber Ganderkesee hat ja auch so ein Relikt aus dieser Gutmenschen – Zeit: Die Unterschutzstellung von Bäumen auf Privatgelände. Diese  Enteignung wackerer Bürger durch die Hintertür – können sie doch über ihr Eigentum nicht mehr frei bestimmen – muss ein Ende haben. In Ganderkesee können sie sich aber auf die CDU (unterstützt von der UWG) verlassen: „Wir werden weiter gegen jede Unterschutzstellung von privaten Bäumen stimmen“, sagte Günter Westermann im Ausschuss. Jedenfalls laut NWZ. Nun sagen ja manche Spätachtundsechsiger: Da gibt es ein Grundgesetz, welches einen Artikel 14 hat: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Dem müssen wir entgegenhalten: Nicht gleich das Grundgesetz revolutionieren.

Vom Vorbild lernen
Seehofer Orban Dobrindt

Fangen wir mal klein an. Und dann nach und nach lernen wir von Herrn Orban, wie man einen Staat umkrempelt. Wir schaffen das!

Ach ja: Es gibt noch ein Faltblatt über die wichtigsten Bäume. (TOP 7) Der Ganderkeseer Schmidt im Ausschuss sagte dazu: „Wir wollen zum Nachdenken animieren, welchen Wert Bäume für uns haben.“ Die CDU stimmte dagegen.

Fassungslos

Ulf Moritz

 

Über TOP 10: „Ankauf von Flächen zur ökologischen Aufwertung“ wäre noch eine gesonderte Glosse gerechtfertigt. Aber ich habe einfach keine Lust mehr. Schluss für Heute!

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