Politik – ein Possenspiel

Oder, wie ein Ratsmitglied seine Prinzipien entdeckt.

Da haben wir in Ganderkesee Carsten Jesußek, einen politisch interessierten und engagierten Mitbürger aus Schierbrok.

Er saß vom 1.11.2006 bis zum 12.12.2007 für die SPD im Rat. Immerhin ein ganzes Jahr. Anschließend war er  vom 13.12.2006 bis zum 31.10.2016 Ratsmitglied für die CDU. Auch wenn die Zeit bei der CDU offiziell noch nicht vorbei ist und er im September für die CDU wieder in den Rat gewählt wurde, der am 1.11.2016 seine Arbeit aufnimmt, so ist er doch gleichzeitig schon in die UWG gewechselt und hat dort den Fraktionsvorsitz übernommen. Wir sehen: Carsten Jesußek – ein Mann mit Prinzipien und mit Zielen: Was die SPD und die CDU ihm nicht geben konnten oder wollten, er holt es sich trotzdem: den Titel.

traffic-sign-799166_640Nun kam der nächste schlaue Schachzug. Wir machen aus der Fraktion eine Gruppe  und haben damit gleich mehr Sitze, mehr Einfluss und auch noch einen Posten: Als Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Kultur. Also wurde Susanne Steffgen, frisch gewählte Ratsfrau der Partei „Die Linke“ ins Boot geholt und eine Gruppe UWG / Steffgen gebildet. Alles klug eingefädelt und legal, dachte man jedenfalls, und lud die Presse  zur Vorstellung dessen, was man denn als Gruppe so machen wolle. Muss man ja mal bekanntmachen. So eine Gruppierung gab es ja zur Wahl noch nicht. Allerdings musste man wohl der Presse (so heute in der NWZ) erst einmal mitteilen, dass die Gemeindeverwaltung den Namen der Gruppe „UWG/Steffgen“ abgelehnt habe. Es müsse „UWG/Die Linke“ heißen.

Das geht einem prinzipientreuen Menschen wie dem Carsten Jesußek aber doch zu weit: „Eine Zusammenarbeit mit der Linken wäre undenkbar, so Jesußek.“ (zitiert aus der NWZ). Also nochmal für den kleinen Moritz aus Ganderkesee: Der Carsten Jesußek kann mit Frau Steffgen, die Mitglied der Linken ist und über die Liste der Linken gewählt wurde, nicht zusammenarbeiten. Mit Susanne Steffgen – privat – kann er aber zusammenarbeiten und lobt ihre soziale Fachkompetenz.  Auf der Frau darf nur nicht „Die Linke“ draufstehen. Versteh ich nicht.

Und da ist dann noch Susanne Steffgen selbst. So eine Frau muss Carsten Jesußek ja schon etwas Angst machen, will sie doch nicht einfach ihre Parteizugehörigkeit an den Nagel hängen: „Ich bin für Die Linke angetreten und möchte die Wähler nicht enttäuschen.“ So Steffgen laut NWZ.

Klingeln da irgendjemanden die Ohren?

 

Herzlichst

Ulf Moritz

 

Ein Gedanke zu „Politik – ein Possenspiel“

  1. Hier wird versucht den Wähler zu bescheißen. Nach meiner Meinung ist der Herr Carsten Jesußek Posten geil. Diesem Gemeindevertreter kann man kein Vertrauen schenken. Mein Vorschlag er sollte zur AfD wechseln.Die können sollche Leute gebrauchen.

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