Weihnachtsmann

Dunkelheit über Ganderkesee

Das Ganterleuchten ist für dieses Jahr abgesagt. Aber wird es jetzt dunkel? Nein, die Schwerter der Schuldzuweisungen werden gekreuzt und die Funken fliegen. Es bleibt die Feststellung: Die Welt ist schlecht. Jeder denkt nur an sich. Nur ich denk an mich.

Der Weihnachtsmarkt als Symbol des Lebens im Ortskern. Ich bin nun schon ziemlich lange Einwohner in Ganderkesee. Ebenso lange geht das Experimentieren und Streiten um den Weihnachtsmarkt. Da war es eine Woche vor Weihnachten, dann einmal sogar vier Wochen lang – trauriger Anblick: ein Minkarussel im Zentrum des Marktplatzes und ein paar Buden drum herum, von denen nur der Glühweinstand von den immer gleichen Leuten gut besucht war. Dann war es wieder nur ein Wochenende vor dem alten Rathaus, dann ein Glühweinstand vor dem Gleis 1 / Bodega / Gantero. Und immer begleitet von den Streitereien darum, wer solls machen, wer zahlt es, wer hat was davon.

Und langsam stirbt das ganze Event.

Es ist wie mit der Rathausstraße insgesamt: Jeder weißt auf die Verantwortung des anderen:

  • Die Gemeindeverwaltung solls richten – Marketing durch die Wirtschaftsförderung, Finanzierung des Weihnachtsmarktes. Die Verwaltung muss doch ein Interesse haben, den Ortskern zu beleben und den örtlichen Handel zu unterstützen.
  • Die Kaufleute sollens richten: Sie müssen doch mit Veranstaltungen Menschen in den Ortskern locken, die dann auch ihre Kunden werden.
  • Die Eigentümer der Häuser sollens richten: Sie müssen doch ein Interesse daran haben, dass die Leerstände verschwinden und sie wieder Mieten kassieren können.
  • Die Kunden sollens richten: Sie müssen auch in Ganderkesee einkaufen, sonst klappt es mit Einnahmen der Händler, der Vermieter nicht und auch nicht mit den Gewerbesteuern der Gemeinde.

Vielleicht sollte man mal beginnen, miteinander zu reden. Ich weiß, das ist schwer. Jeder denkt nur an sich! Ein Mittler könnte die neue Kraft sein, die in der Wirtschaftsföderung sich um die Ortskernentwicklung kümmern wird. Schade nur, dass das noch lange dauern wird, bis sie anfängt. Schade nur, dass dies nicht eine volle sondern nur eine halbe Stelle sein soll. Ich denke, um die Akteure zusammen zu bringen, ist ganz viel Überzeugungsarbeit, sind ganz viele Einzelgespräche nötig. Die Zeit läuft und regelmäßig lesen wir in den Zeitungen, welche Geschäfte jetzt schon wieder schließen.

Man sollte jetzt Powern, damit nicht bald alle Lichter im Ortskern ausgehen.

Herzlichst

Ulf Moritz

3 Gedanken zu „Dunkelheit über Ganderkesee“

  1. Anscheinend interessant es nur noch wenige. Die Leute wollen große leuchtende Märkte und Bremen und Oldenburg sind nicht weit. Soetwas ist illusorisch für Ganderkesee. Einige sind darüber am Jammern. Die Gemeinde soll es mit Geld (unser alles Steuergeld, dass nachher bei Schulen und Kindergärten fehlt) richten. Wenn nicht genug Interesse besteht, dann eben nicht. Den Markt künstlich aufrecht zu erhalten ist unsinnig.

    1. Es ist falsch zu sagen “ Unsere Steuergelder werden hier nicht richrig angelegt und fehlen hinterher. Das ist genau die Meinung die dazu führt , dass in Ganderkesee nichts mehr läuft. Die Gelder werden investiert und im Nachhinein wird es sich auszahlen. Wenn Ganderkesee sich attraktiv präsentiert, wird die Wirtschaft auch investieren. Mehr Wirtschaft heißt mehr Steuern. Es müsste wesendlich mehr für solche Veranstaltungen getan werden und es müssten nicht nur Weihnachtsmarkt und Fasching geben NEIN es müssten viel mehr solcher Events geben, damit die Leute nach G´Town kommen.

  2. Es ist richtig, Kaufleute, Gemeinde und Hauseigentümer müssen zusammen an einem Strang ziehen. Ganderkesee ist einer der schönsten Orte im Oldenburger Land und dieses muss auch so vermittelt werden. Außenwerbung (und dazu zählt auch ein attraktiver Weihnachtsmarkt ) ist in der heutigen Zeit mehr als wichtig. Warum klappt so etwas beim Fasching und bei allem anderen nicht ? Beim Fasching geht es mehr um den Spaß als ums Image. Imagepflege kostet Geld, dass ist richtig aber es zahlt sich am Ende aus. Ich habe lange Zeit in Hamburg gelebt, als ich dort verlauten lies, dass ich ins Oldenburger Land ziehe, wurde gleich gefragt : “ Nach Ganderkesee „? Also ist der Ruf von Ganderkesee schon da, man muss nur drauf aufbauen. Zum Beispiel mit Slogans wie : “ Ganderkesee das Herz vom Oldenburger Land“, oder Kaiserliches Oldenburger Land, Ganderkesee ist der König (die Königin). Es gibt in der heutigen Zeit , durch das WWW so unendlich viele Möglichkeiten bekannt(er) zu werden, man muss sie nur nutzen. Wenn tatsächlich alle an einem Strang ziehen, sollte es doch möglich sein, Ganderkesee als Geschäftsstandort attraktiver zu machen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.